Das war meine Delfintherapie

Schaut mal, am Ende meiner Delfintherapie haben wir einen ganz tollen Film bekommen, in dem man gut sehen kann, was ich in den zwei Wochen auf Curaçao alles gemacht habe. Sebastian, Thomas und ich hatten eine Menge Spaß, aber für mich war’s auch ganz schön anstrengend.

Schaut’s Euch einfach an, das ist besser als erklären und erzählen:

Tschüss Curaçao

Nach einer langen und anstrengenden Reise sind meine Mama, mein Papa und ich jetzt wieder daheim.

Dankeschön an dolphin-aid und an KLM, dass ihr uns nicht auf Curaçao vergessen habt und Euch um den Rückflug gekümmert und die Kosten dafür übernommen habt. Mit Air Berlin ging ja nix mehr.

Liebe KLM, leider ist Euer Flugzeug furchtbar unbequem, weil’s so eng ist und ihr müsst unbedingt Armlehnen in die Sitze einbauen, die man gaaaaaanz aufmachen kann und nicht nur zu drei Vierteln.

Jetzt kämpfen wir erstmal mit der Müdigkeit wegen dem Jetlag, aber das wird schon.

Unser letzter Tag auf Curaçao

Noch einmal schlafen und dann geht’s wieder nach Hause. Bis um 11 Uhr müssen morgen aus dem Appartement raus sein. Um halb eins werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht und zwischen 15 und 15.30 starten wir in Richtung Amsterdam. Dort müssen wir ungefähr zwei Stunden auf den Flug nach Nürnberg warten und von da aus gehts mit dem Auto heim.

Blöd, dass ich heute vormittag wieder einen heftigen Epilepsie-Anfall gehabt hab. Danach war ich fuuurchtbar müde und wollte nur noch schlafen.

Als ich aufgewacht bin, hab ich sooolchen Hunger gehabt, dass meine Mama gleich in die Küche geflitzt ist und mir blitzeschnell was zu essen gemacht hat.

Der 10. und letzte Tag

Heute war der zehnte und letzte Tag meiner Delfintherapie. Jetzt hab ich erstmal Zeit zum Ausruhen, denn die Delfintherapie war ganz schön anstrengend für mich.

Im CDTC musste ich aus einer großen Kiste verschiedene Sachen rausholen. Als ich einen Igelball rausgeholt hab, musste ich ihn in eine bestimmte Richtung werfen und so weiter.

Im Wasser haben wir heute das Surfen mit Kanoa versucht. Leider hat’s nicht so geklappt. Schade, wo ich das doch so gern hab und es gar nicht lange und schnell genug gehen kann.

Am Schluss der Therapiestunde ist Thomas ins Wasser gefallen. Vielleicht wurde er aber auch geschubst, so wie alle Praktikanten an ihrem letzten Praktikumstag!? ;-) Da ist er halt einfach mit uns mitgeschwommen.

Ganz am Schluss haben wir noch ein kleines Fotoalbum und einen USB-Stick mit vielen Fotos und einem Film bekommen, den ich Euch zeige, wenn wir wieder daheim sind. Ich glaube sogar, dass Mama und Papa am Ende eine kleine Träne zerdrückt haben.

Der 9. Tag

Sebastian und Thomas haben’s heute im CDTC mit snoozelen versucht. Vielleicht waren sie ja beide noch ein bisschen müde, aber da hab ich nicht mitgespielt. Da war es schon lustiger, zusammen zu singen, auch wenn ich dabei auf der Pezibohne sitzen musste und Sebastian immer wieder das Aufstehen mit mir geübt hat. Natürlich musste ich auch den Vierfüßlerstand wieder üben und mich an der Pezibohne hochziehen.

Im Wasser hatte ich heute mehr Lust, was zu machen, als gestern. So eine Delfintherapie ist halt auch sehr anstrengend und nach fast zwei Wochen darf man da schonmal ein bisschen langsamer machen.

Mein Papa hat die ganze Therapiestunde im Wasser wieder in einen Zeitraffer-Film gepackt, bei dem alle ganz schön schnell rumflitzen.

Der 8. Tag

Heute musste ich im CDTC aus einem Spieltunnel viele verschiedene Sachen rausholen, die Sebastian und Thomas da drin versteckt haben. Natürlich musste ich das schon wieder im Vierfüßlerstand machen. Das war gar nicht leicht und außerdem mag ich den Spieltunnel nicht. Da bekomme ich schnell Angst und will dann auch sofort wieder raus, aber ich hab’s trotzdem geschafft.

Im Wasser hat mir Sebastian eine Schnorchelmaske aufgesetzt, die ich erst dann abnehmen durfte, wenn er bis fünf gezählt hat. Das Zählen muss Sebastian aber noch üben, weil er sich immer wieder verzählt hat und es ganz schön lange gedauert hat, bis er endlich bei fünf angekommen war. Komisch.

Der 7. Tag

In einem Plantschbecken voller Verpackungschips aus Styropor musste ich heute im CDTC nach verschiedenen Sachen suchen und das mit meiner rechten und meiner linken Hand. Mit rechts war das ja ganz einfach, obwohl ich das schon wieder im Vierfüßlerstand machen musste. Aber mit links wars dann so richtig schwierig, alle Sachen zu finden, die da versteckt waren.

Im Wasser hab ich’s allen heute ein bißchen schwerer gemacht, weil ich nicht so recht gewusst hab, was ich machen will und was nicht. Ich glaube aber, dass das in Ordnung ist, weil auch Erwachsene nicht jeden Tag Lust zum Arbeiten haben. Aaaaaaber alle zusammen haben wir das dann schon hinbekommen.

Wieder was gelernt

Schaut mal, was ich gelernt habe, seit wir hier auf Curaçao sind. Klasse oder? Ein bisschen was geht zwar noch daneben, aber das krieg ich auch noch hin. Wetten?

Meine Mama und mein Papa platzen, weil sie so stolz auf mich sind.

Der 6. Tag

Der 6. Tag ist gleichzeitig der Anfang der zweiten Woche meiner Delfintherapie. Gestern hab ich mich richtig ausgeruht, damit ich heute vormittag fit war. Das hat auch super geklappt und so habe ich im CDTC im Vierfüßlerstand verschiedene Sachen unter einer ganz schweren Decke suchen und rausholen müssen. Das war schwierig, weil die Decke so richtig schwer war.

Als es zu den Delfinen ging, musste ich meinen Hut aufsetzen. Das hat auch eine ganze Weile super geklappt, aber der Wind hat mir immer wieder die Krempe vor die Augen gepustet. Sebastian hat mir auch die Tauchermaske wieder aufgesetzt, genau wie letzte Woche. Er hat bis zehn gezählt und so lange hab ich die Maske aufbehalten. Dann hat er noch mit einem Stift, der lustig brummt, auf meinem Gesicht „gemalt“. Das war lustig und ich durfte das auch mal ganz allein und ohne Hilfe ausprobieren.

Heute in einer Woche

Genau heute in einer Woche müssen wir wieder heimfliegen. Als wir hergeflogen sind, war das ja eine riesengroße Aufregung. In Düsseldorf wurde der Flug nach Curaçao gestrichen. Ganz kurz bevor wir einsteigen wollten. Nach ganz viel Hin und Her hieß es dann plötzlich, dass doch geflogen wird. Nachdem unser ganzes Gepäck aber schon ausgecheckt war, mussten wir wieder neu einchecken und mit einer heftigen Verspätung ging’s dann doch noch nach Curaçao zu den Delfinen.

Meine Mama und mein Papa haben ganz schön geschwitzt und machten sich große Sorgen, wie wir wieder heim kommen. Bei Air Berlin hieß es nämlich, dass es ab dem 25. September keine Flüge nach Curaçao und zurück geben wird. Na toll! Unser Heimflug sollte am 3. Oktober sein. Und was jetzt? Wie kommen wir wieder heim und wie sollen meine Mama und mein Papa das bezahlen?

Nach vielen SMS, E-Mails und Telefonieren mit Herrn Bröker von dolphin aid wissen wir jetzt, dass wir nach Hause kommen. Zwar leider zwei Tage früher als wir normalerweise heimgekommen wären, aber wir kommen heim. Furchtbar anstrengend wird’s halt werden, weil wir von Curaçao nach Amsterdam fliegen und von da aus mit dem Bus nach Düsseldorf fahren. Von dort fliegen wir dann nach Nürnberg und fahren dann mit dem Auto heim. Erst zwölf Stunden im Flugzeug von Curaçao nach Amsterdam, dann drei bis vier Stunden mit dem Bus nach Düsseldorf und von dort aus nochmal eine gute Stunde nach Nürnberg und von da aus eineinhalb Stunden mit dem Auto heim. Dazu kommen noch die Wartezeiten dazwischen und die Zeit, die wir schon vor dem Abflug auf Curaçao am Flughafen sein müssen. Puuuh… das wird ein laaaaaanger Tag.

Aber meine Mama und mein Papa müssen wahrscheinlich nichts draufzahlen, weil sich dolphin aid darum gekümmert hat.

Dankeschön an alle von dolphin aid, dass Ihr Euch so für uns eingesetzt habt und uns auf Curaçao nicht hängen lasst.