Die nächste Runde

Weil das Wetter so schön ist, sind mein Papa und ich heute wieder geradelt. Wir sind ganz schön weit gekommen – bis in den Landkreis Landshut – und haben unterwegs sogar die Polizei getroffen, die wohl schaut, dass die Leute keine größeren Feste feiern.

Die erste Radltour

Endlich konnten mein Papa und ich wieder radeln. Mein Papa hat meinen Radlanhänger nach der Winterpause wieder fit gemacht, die Reifen aufgepumpt und dann ging’s auch schon los. Unterwegs haben wir bei einem Hofladen noch Ostereier gekauft und dann ging es weiter. Den Biergarten an der Donaufähre in Eining haben wir heute zum ersten Mal ganz leer gesehen und die Fähre ist auch nicht gefahren. Unterwegs haben wir nur ganz wenig Leute gesehen, außer an der Donau bei Neustadt. Da haben Leute gegrillt, die wahrscheinlich nicht kapiert haben, dass man sowas nicht machen soll.

Masken gibt’s auch ohne Fasching

Eigentlich näht meine Mama meine Anziehsachen, aber ich wurde ja erst kurz vor meiner Reha neu eingekleidet und außerdem brauche ich jetzt zuhause eh nur Schlafanzüge.
So hat meine Mama Stoffmasken genäht. Falls jemand von euch 1, 2, 3, 4, 5 … Masken haben möchte, dann meldet Euch einfach bei meinen Eltern und gegen eine Spende auf mein Konto näht meine Mama auch für Euch! Die Masken sind kein medizinisches Produkt.

Endlich wieder Physiotherapie

Am Freitag durfte ich endlich nach acht Wochen Pause wieder zu Daniel Hanrieder zur Physiotherapie. Meine Mama hat zwar immer wieder versucht, mich zu massieren, aber ich mag das überhaupt nicht.
Nach der Physiotherapie sind wir gleich nach Regensburg gefahren, weil ich neue Fußorthesen brauche. Da PhysioTec zur Zeit auch nicht voll arbeiten kann, war dort gar nicht viel los. Aber meine Mama musste eine Maske tragen und Herr Friedberg hatte auch eine an. Ich sollte eigentlich auch eine tragen, aber das geht überhaupt nicht! Ich und eine Maske im Gesicht – niemals!

Der Gipsabdruck für meine Fußorthesen wird gemacht.

Ein Sonntagsspaziergang

Wie Ihr ja bestimmt alle schon wisst, haben meine Mama und ich die Reha in Geesthacht abgebrochen. Allerdings nicht wegen dem Virus, sondern weil es in der Rehaklinik einfach viel zu wenig Therapeuten gibt und deshalb so viele Therapien einfach ausgefallen sind. Das war so doof, dass wir nach Hause gefahren sind.

Wegen dem Virus müssen wir auch zu Hause bleiben und dürfen nur wegen ganz wichtigen Sachen raus oder um mal frische Luft zu schnappen. Das haben mein Papa und ich heute nachmittag auch gemacht. Fünf Kilometer. Ganz schön weit. Es waren ganz wenig Leute unterwegs und die Straßen waren fast leer. So schön ruhig überall. Hoffentlich machen wir das bald wieder.

Mittwoch

Heute hatte ich – mal wieder – nur eine einzige Therapie, nämlich Ergotherapie. Die Therapeutin mag ich ganz arg und die macht auch richtig viel mit meiner linken Hand. Heute hat sie meine schwache Hand getaped und am Freitag möchte sie die Hand in eine leichte Schiene legen, damit ich besser greifen kann.
Ansonsten ist meine Mama ganz schön sauer, weil ich keine weiteren Therapien habe. Sie hat sich schon mehrmals beschwert und heute auch bei der Visite gesagt, wenn das nicht schlagartig besser wird, fahren wir Samstag wieder nach Hause, obwohl wir noch 3 Wochen hätten.
Aber das Problem ist hier seit ungefähr eineinhalb Jahren bekannt. Schade – diese Klinik hatte mal einen ganz guten Ruf.
Am Nachmittag ist meine Mama mit mir nach Hamburg-Harburg gefahren in ein gaaaaaanz großes Einkaufszentrum zum bummeln und da hab ich eine Currywurst mit Pommes gefuttert. Guad war’s!

Montag

Heute hatte ich der Früh gleich „Schule“.
Meine Mama weiß zwar nicht, was dort in 30 Minuten schulisch gemacht werden soll, aber wir sind brav und machen ja alles mit.
Mittags bin ich dann noch 30 Minuten mit dem MotoMed geradelt, aber das kann ich zuhause auch machen.
Zu guter letzt hatte ich noch Ergotherapie.
Am Besten aber war das Kugelspiel, das auf dem Flur an der Wand hängt …

Kein schönes Wochenende

Nun ist mein langweiligstes Wochenende endlich geschafft.
Hier in der Klinik gibts nun wirklich nichts zu sehen und raus gehen geht nicht wirklich.
Erstens ist die Klinik auf einer Anhöhe mitten im Wald, d.h. wenn meine Mama mit mir spazieren gehen würde, dann müssen wir ja auch wieder zurück und da geht es nur bergauf. Ich wiege schon 30 Kilo und dann noch mein Rolli, der auch 30 Kilo wiegt. Da muss meine Mama ganz schön schieben …
Außerdem ist Geesthacht nicht wirklich schön und erst recht nicht bei Regenwetter.
Morgen ist Montag und dann hoffen wir, dass es voll los geht mit den Therapien.

Pack ma’s!

Nun weiß ich schon wieder mehr.
Ich hatte gestern noch eine Vorstellung beim Arzt und meine Mama hat so viele Informationen bekommen, die war ganz schön k.o. Aber heute kennt sie sich schon super aus hier in der Klinik und bringt mich pünktlich zu meinen Terminen.
Zuerst waren wir bei der Ergotherapeutin und kurz drauf bei der Physiotherapeutin. Ich mag es gar nicht, wenn immer über mich geredet wird …
L A N G W E I L I G
Und zwischendurch waren wir auf Station zum Essen. Wir, also meine Mama und ich, haben nämlich unser Zimmer nicht auf Station, sondern ein Stockwerk tiefer und unser Zimmer ist riesengroß, sehr hell und mit Balkon! Jetzt muss es nur noch sonnig werden.
Da es nach meinen Terminen erst 14 Uhr war, ist meine Mama mit mir noch in die Stadt gelaufen. Hin ging’s sehr schnell 😬 aber zurück hat sie ganz doll geschnauft 😤 es ging nur bergauf!

Morgen geht’s los

Nun ist es endlich so weit: Ich fahre mit meiner Mama nach Geesthacht. „Ja, wo ist denn das?“ werdet ihr euch jetzt fragen. Das liegt zwischen Lüneburg und Hamburg, genau an der Elbe.
Meine Mama hat sehr lange nach einer Reha-Klinik gesucht, in der Jugendliche mit meinen vielen Diagnosen behandelt werden.
Und da ist es die VAMED-Klinik in Geestacht geworden, denn dort brauchte meine Mama keinen Antrag zur Reha stellen, sondern wir dürfen da nur mit einer Einweisung hin.
Das wird sicher ganz schön anstrengend für mich werden, denn wie bei jeder Reha habe ich da tägliche mehrere Therapien. Aber meine Mama ist ja bei mir. Wir werden das schon gemeinsam schaffen.
Ich werde Euch natürlich auch berichten, wie es mir vor Ort geht und was ich alles machen muss.
Also – drückt mir die Daumen, dass ich wenigstens nur halb so viel Erfolge erzielen kann, wie bei meinen Delfintherapien.