So viele Autos

Mein Papa und ich sind heute zu einer Modellbauausstellung gefahren. Dort gab es ganz viele Autos zu sehen. Da waren schöne Lichter an den Autos und bei manchen konnte man sogar einen Motor hören. Am liebsten hätte ich mich in die Mitte reingesetzt und alle hätten immer um mich herum fahren müssen. Das war soooooo toll, dass ich fast aus meinem Rolli gehopst wäre.

Mein „zweiter“ Geburtstag

Heute vor genau 14 Jahren habe ich das erste Mal ganz allein und ohne die Hilfe einer Maschine geatmet. Meine Mama und mein Papa sagen, dass das immer am 13. Oktober mein „zweiter“ Geburtstag ist, denn vorher konnte ich nur mit der Maschine atmen, die das für mich übernommen hat. Und weil das mein „zweiter“ Geburtstag ist, wird der gefeiert anstatt mein „richtiger“ Geburtstag, an dem so viel schief gelaufen ist.

Am Vormittag sind wir alle zusammen Richtung Bayerischer Wald gefahren, um dort eine Sommerrodelbahn zu besuchen. Zuerst haben wir noch was gegessen und dann ging es los mit Traktorfahren, einem Karussell, bei dem man selbst hoch- und runterfahren konnte und Elchreiten mit meiner Mama. Danach ging es ab auf die Rodelbahn. Beim Rodeln kann es gar nicht schnell genug gehen und ich bin mit meiner Mama und meinem Papa zusammen gaaaaaanz oft wieder hochgefahren und dann die Bahn runtergesaust. Damit wir nicht nach jeder Fahrt aussteigen und mit dem Rolli wieder ganz nach vorne fahren müssen, durften wir am Ende jeder Fahrt gleich sitzen bleiben. Das hat zwar ein paar Leuten nicht gefallen, aber wir sind trotzdem sitzen geblieben. Rollikinder dürfen das.

Danach war ich ganz schön kaputt, aber es war trotzdem ein toller Tag.

Ein langer Tag

Pünktlich um zehn Uhr standen meine Mama, mein Papa und ich heute vor der Tür zur Rehacare in Düsseldorf. Die Rehacare ist eine Messe für Menschen mit Behinderungen. Da gibt es ganz viel zu sehen und auszuprobieren, was das Leben für uns Menschen mit Behinderungen ein bisschen leichter macht in der Welt, die nicht auf Behinderungen ausgelegt ist. Ich durfte Rollis ausprobieren, Rollis mit elektrischem Antrieb und mit Hebelantrieb, ein Gerät, das meine Beine so bewegt, als könnte ich laufen und so weiter und so weiter. Es war ein ganz interessanter Tag für meine Mama und meinen Papa, die ganz viele Ideen und Anregungen bekommen haben. Aber es war auch ganz schön anstrengend und ich wollte zuhause auch ganz schnell ins Bett, weil ich mich ausruhen musste. In zwei Jahren geht’s dann wieder nach Düsseldorf zur Rehacare.

Nach laaaaaanger Zeit wieder stehen

Heute bin ich nach langer Zeit wieder mit meinen Orthesen gestanden. Weil ich nicht wusste, was jetzt passiert, hatte ich erstmal Angst, als ich auf dem Stehbrett festgeschnallt worden bin. Aber als es dann vom Liegen ins Stehen gefahren wurde, fand ich es ganz spannend. Außerdem konnte ich im Stehen das Schwimmbecken besser sehen, in dem ich später mit Sebastian beim Planschen war. Nachmittags war dann noch Petö-Therapie bei Zsuzsa und jetzt ist erstmal Wochenende. Am Montag geht’s dann erst noch richtig los. Ganz schön anstrengend so eine Reha.

Physiotherapie und Motomed

Heute Vormittag hatte ich meinen ersten Therapietermin bei der Physiotherapie. Stellt Euch vor: Mein Therapeut heisst Sebastian – genau wie bei der Delfintherapie – da hieß mein Therapeut auch Sebastian. Während meiner Reha kümmert sich Sebastian um den Muskelaufbau in meinen Beinen.

Nach der Physiotherapie hab ich noch mit dem Motomed trainiert. Das hat mir aber nicht so viel Spaß gemacht, weil meine Beine diese Bewegungen erst wieder lernen müssen.

Am Nachmittag geht’s weiter. Ich hab ganz schön viel zu tun hier.

Jetzt kann’s losgehen

Heute sind meine Mama, mein Papa und ich nach Bad Griesbach gefahren. Hier darf ich eine Reha machen, damit es mir bald wieder besser geht.

Wir haben ein schönes Zimmer bekommen, in dem es sogar eine kleine Küche mit Kühlschrank gibt. Das ist super, weil ich abends immer gern einen Joghurt esse.

Jetzt warten wir auf das Arztgespräch und dann kann’s morgen losgehen.

So ist die Aussicht von unserem Balkon:

Morgen geht’s zur Reha

Morgen darf ich zusammen mit meiner Mama nach Bad Griesbach zur Reha fahren. Dort habe ich ganz viel zu tun und muss meine Beine und meine Füße ganz intensiv trainieren. Leider ist die OP an meinen Füßen nicht so gut verlaufen. Ich habe immer noch Schmerzen in meinen Füßen und mein linker Fuß gehört seit der Operation gar nicht mehr zu mir und spüren kann ich ihn auch nicht. Ich hoffe, dass ich nach der Reha wieder mit dem Thomy Walker laufen kann.

Immer an der Donau entlang …

Heute mittag sind wir nach Ingolstadt gefahren, weil meine Mama bei einem Markt Stoffe kaufen wollte, damit sie wieder Hosen und T-Shirts für mich nähen kann.

Bevor wir losgefahren sind, hat mein Papa das Fahrrad und den Anhänger ins Auto gepackt und dann ging’s nach los. In Ingolstadt haben wir in einem Chinarestaurant was gegessen und meine Mama hat sich so sehr gefreut, weil ich endlich richtig viel gegessen habe und fast eine ganze Schorle alleine getrunken habe.

Danach ist meine Mama zu dem Markt gegangen und mein Papa und ich sind auf dem Donauradweg nach Hause geradelt.

Zuhause musste ich aber gleich meine Orthesen ausziehen, weil mir meine Füße wieder ganz doll weh getan haben und meine Ferse hat wieder etwas geblutet. Naja, auch wenn der Gips weg ist, bin ich halt doch noch nicht gesund.

Das war eine schöne Tour und schaut mal – seit Dienstag sind meine Beine und Füße nicht mehr eingegipst und ich kann endlich wieder richtig in meinem Fahrradanhänger sitzen. Ist das nicht super? Hoffentlich tun mir meine Füße auch bald nicht mehr so weh.

Der Gips ist endlich weg!

Heute vormittag ist meine Mama mit mir nach Regensburg gefahren, weil meine neuen Fußorthesen fertig sind. Das bedeutet, dass der schwere Gips endlich weg ist. Aber irgendwie ist das nach fast sechs Wochen ein ganz doofes Gefühl an meinen Beinen und meinen Füßen und ich hab richtig Angst davor, meine Füße auf den Boden, aufs Bett, auf die Fußstütze an meinem Rolli oder so zu stellen. Außerdem tut die Ferse mit der Druckstelle noch sehr weh, weil das im Gips nicht richtig heilen konnte. Meine Mama hat ganz vorsichtig eine Salbe und einen Verband draufgemacht, damit es hoffentlich schnell heilt und ich meine Orthesen anziehen kann. Das ist nämlich ganz wichtig, damit meine Füße in der Stellung bleiben, in der sie seit der Operation sind. Abends durfte ich dann ein bisschen nur mit Socken an den Füßen in meinem Bett sitzen, aber später musste ich die Orthesen dann für die Nacht wieder anziehen.

Mit der Fähre über die Donau

Zweimal sind mein Papa und ich heute beim Radeln mit der Fähre über die Donau gefahren. Das war lustig, weil’s so schön schaukelt und man das Wasserplätschern so gut hören kann. Zuerst sind wir mit der Fähre in Eining gefahren und später mit einer kleineren Fähre in Stausacker.

Beim Radeln kann ich die doofen schweren Gipse und die Schmerzen an meinen Beinen immer ein bisschen ignorieren. Gut, dass mein Papa und ich so viel radeln können.