Endlich wieder Physiotherapie

Am Freitag durfte ich endlich nach acht Wochen Pause wieder zu Daniel Hanrieder zur Physiotherapie. Meine Mama hat zwar immer wieder versucht, mich zu massieren, aber ich mag das überhaupt nicht.
Nach der Physiotherapie sind wir gleich nach Regensburg gefahren, weil ich neue Fußorthesen brauche. Da PhysioTec zur Zeit auch nicht voll arbeiten kann, war dort gar nicht viel los. Aber meine Mama musste eine Maske tragen und Herr Friedberg hatte auch eine an. Ich sollte eigentlich auch eine tragen, aber das geht überhaupt nicht! Ich und eine Maske im Gesicht – niemals!

Der Gipsabdruck für meine Fußorthesen wird gemacht.

Ein Sonntagsspaziergang

Wie Ihr ja bestimmt alle schon wisst, haben meine Mama und ich die Reha in Geesthacht abgebrochen. Allerdings nicht wegen dem Virus, sondern weil es in der Rehaklinik einfach viel zu wenig Therapeuten gibt und deshalb so viele Therapien einfach ausgefallen sind. Das war so doof, dass wir nach Hause gefahren sind.

Wegen dem Virus müssen wir auch zu Hause bleiben und dürfen nur wegen ganz wichtigen Sachen raus oder um mal frische Luft zu schnappen. Das haben mein Papa und ich heute nachmittag auch gemacht. Fünf Kilometer. Ganz schön weit. Es waren ganz wenig Leute unterwegs und die Straßen waren fast leer. So schön ruhig überall. Hoffentlich machen wir das bald wieder.

Mittwoch

Heute hatte ich – mal wieder – nur eine einzige Therapie, nämlich Ergotherapie. Die Therapeutin mag ich ganz arg und die macht auch richtig viel mit meiner linken Hand. Heute hat sie meine schwache Hand getaped und am Freitag möchte sie die Hand in eine leichte Schiene legen, damit ich besser greifen kann.
Ansonsten ist meine Mama ganz schön sauer, weil ich keine weiteren Therapien habe. Sie hat sich schon mehrmals beschwert und heute auch bei der Visite gesagt, wenn das nicht schlagartig besser wird, fahren wir Samstag wieder nach Hause, obwohl wir noch 3 Wochen hätten.
Aber das Problem ist hier seit ungefähr eineinhalb Jahren bekannt. Schade – diese Klinik hatte mal einen ganz guten Ruf.
Am Nachmittag ist meine Mama mit mir nach Hamburg-Harburg gefahren in ein gaaaaaanz großes Einkaufszentrum zum bummeln und da hab ich eine Currywurst mit Pommes gefuttert. Guad war’s!

Montag

Heute hatte ich der Früh gleich „Schule“.
Meine Mama weiß zwar nicht, was dort in 30 Minuten schulisch gemacht werden soll, aber wir sind brav und machen ja alles mit.
Mittags bin ich dann noch 30 Minuten mit dem MotoMed geradelt, aber das kann ich zuhause auch machen.
Zu guter letzt hatte ich noch Ergotherapie.
Am Besten aber war das Kugelspiel, das auf dem Flur an der Wand hängt …

Kein schönes Wochenende

Nun ist mein langweiligstes Wochenende endlich geschafft.
Hier in der Klinik gibts nun wirklich nichts zu sehen und raus gehen geht nicht wirklich.
Erstens ist die Klinik auf einer Anhöhe mitten im Wald, d.h. wenn meine Mama mit mir spazieren gehen würde, dann müssen wir ja auch wieder zurück und da geht es nur bergauf. Ich wiege schon 30 Kilo und dann noch mein Rolli, der auch 30 Kilo wiegt. Da muss meine Mama ganz schön schieben …
Außerdem ist Geesthacht nicht wirklich schön und erst recht nicht bei Regenwetter.
Morgen ist Montag und dann hoffen wir, dass es voll los geht mit den Therapien.

Pack ma’s!

Nun weiß ich schon wieder mehr.
Ich hatte gestern noch eine Vorstellung beim Arzt und meine Mama hat so viele Informationen bekommen, die war ganz schön k.o. Aber heute kennt sie sich schon super aus hier in der Klinik und bringt mich pünktlich zu meinen Terminen.
Zuerst waren wir bei der Ergotherapeutin und kurz drauf bei der Physiotherapeutin. Ich mag es gar nicht, wenn immer über mich geredet wird …
L A N G W E I L I G
Und zwischendurch waren wir auf Station zum Essen. Wir, also meine Mama und ich, haben nämlich unser Zimmer nicht auf Station, sondern ein Stockwerk tiefer und unser Zimmer ist riesengroß, sehr hell und mit Balkon! Jetzt muss es nur noch sonnig werden.
Da es nach meinen Terminen erst 14 Uhr war, ist meine Mama mit mir noch in die Stadt gelaufen. Hin ging’s sehr schnell 😬 aber zurück hat sie ganz doll geschnauft 😤 es ging nur bergauf!

Morgen geht’s los

Nun ist es endlich so weit: Ich fahre mit meiner Mama nach Geesthacht. „Ja, wo ist denn das?“ werdet ihr euch jetzt fragen. Das liegt zwischen Lüneburg und Hamburg, genau an der Elbe.
Meine Mama hat sehr lange nach einer Reha-Klinik gesucht, in der Jugendliche mit meinen vielen Diagnosen behandelt werden.
Und da ist es die VAMED-Klinik in Geestacht geworden, denn dort brauchte meine Mama keinen Antrag zur Reha stellen, sondern wir dürfen da nur mit einer Einweisung hin.
Das wird sicher ganz schön anstrengend für mich werden, denn wie bei jeder Reha habe ich da tägliche mehrere Therapien. Aber meine Mama ist ja bei mir. Wir werden das schon gemeinsam schaffen.
Ich werde Euch natürlich auch berichten, wie es mir vor Ort geht und was ich alles machen muss.
Also – drückt mir die Daumen, dass ich wenigstens nur halb so viel Erfolge erzielen kann, wie bei meinen Delfintherapien.

Es gab Zwischenzeugnisse

Puh… schon wieder ist das Schuljahr zur Hälfte vorbei und drum haben wir heute Zwischenzeugnisse bekommen. An unserer Schule bekommen wir aber keine Schulnoten, sondern gaaaaanz viel Text, den meine Mama und mein Papa zuhause gelesen haben.
Ich glaube, dass sie ganz schön stolz auf mich sind, was ich schon alles gelernt habe und was ich noch lernen werde.

Ein kleiner Rückblick

Es ist ganz schön viel passiert im Jahr 2019, das heute zu Ende geht. Ab Januar hatte ich einen anderen Ergotherapeut, der ganz neue und ganz andere Therapien mit mir gemacht hat, wie zum Beispiel rummatschen mit Rasierschaum, trommeln und noch vieles anderes. Das war ganz schön spannend.

Im Februar waren meine Mama, mein Papa und ich in einem Sanitätshaus in Ingolstadt, weil ich einen neuen Rolli brauchte. Für den alten Rolli bin ich zu groß geworden. Außerdem brauchte ich einen Stehständer, damit die Muskeln meiner Beine trainiert und meine Knochen stärker werden.
Leider ist das mit diesem Sanitätshaus total schief gelaufen, sodass es dann sehr lange gedauert hat, bis ich einen neuen Rolli bekommen hab, den aber ein ganz anderes Sanitätshaus in Regensburg besorgt hat. Außerdem haben wir einen Lifter bekommen, weil ich schon so schwer geworden bin, dass meine Mama mich fast nicht mehr hochheben kann, wenn ich auf dem Boden spiele und sie ganz schlimme Rückenschmerzen hat.

Im April habe ich meinen neuen Fahrradanhänger bekommen und mein Papa und ich endlich konnten endlich wieder radeln. Meine Heldinnen und Helden haben meiner Mama und meinem Papa dabei geholfen, den Fahrradanhänger zu kaufen, was ich ganz große Klasse finde. Dankeschön, meine lieben Helden!

Wenn das Wetter schön war, haben meine Mama, mein Papa und ich tolle Ausflüge zusammen gemacht. Einmal sind wir sogar mit dem Zug bis nach Ulm gefahren und ich fand das Zugfahren ganz schön spannend.
Wir waren auch mal in Bad Gögging, wo ganz viele Leute eine Stunde lang zusammen getrommelt haben. Das war Klasse und ganz schön laut.
In Regensburg haben wir ein neu gebautes Museum angeschaut. Das fand ich nicht so spannend, aber danach sind wir mit dem Schiff auf der Donau gefahren und das hat mir sehr gefallen.
Leider war’s auch oft so heiß draußen, dass wir lieber keinen Ausflug gemacht haben.

Weil in bestimmten Abständen immer wieder ein EEG gemacht werden muss, war ich mit meiner Mama beim Neurologe. Das mag ich gar nicht, weil ich da immer eine leichte Narkose brauche, damit ich die vielen Kabel nicht von meinem Kopf wegreisse. Außerdem kann ich doch nicht so lange ruhig sitzen oder liegen, weil ich immer ein bisschen hibbelig bin.
Dieses Mal aber hab ich allen gezeigt, dass ich auch anders kann und nach einer halben Stunde war schon wieder alles vorbei. Hoffentlich krieg ich das beim nächsten Mal auch wieder so gut hin.

Zum Zahnarzt musste ich natürlich auch und darum sind meine Mama und mein Papa mit mir zusammen zur Zahnwolke nach Kelheim gefahren. Weil ich nicht so richtig weiß, was passiert, habe ich da immer ein bisschen Angst und bin ganz zappelig. Meine Mama hält dann immer meinen Kopf fest und mein Papa meine Arme und Hände.
Das ist aber ganz schlimm für mich, weil ich es überhaupt nicht mag, wenn ich festgehalten werde und mich nicht bewegen kann. Zum Glück war das bald wieder vorbei. Die Zahnärztin hat ein bisschen Zahnstein weggemacht und gesagt, dass ich ganz tolle und schöne Zähne habe. Au weia – ein halbes Jahr später muss ich da aber schon wieder hin.

Im August waren wir beim Kinder- und Familienfest im Landratsamt. Da waren ganz viele Kinder, die verschiedene Spiele machen und was gewinnen konnten. Schade, dass ich als Rollikind nicht mitspielen konnte.
Der Donikkl hat Musik gemacht und gesungen.

Ein paar Tage nach dem Fest im Landratsamt sind wir ganz früh aufgestanden und mit dem Auto ganz weit weg gefahren und zwar bis an die Nordsee, wo uns der Wind um die Nase geweht hat. Leider hat es ganz schön oft geregnet, sodass wir nicht viel unternehmen konnten, denn Regenwetter und Rolli – das geht gar nicht.

Als der August fast zu Ende war, sind wir zum Volksfest nach Karpfham gefahren. Mit meiner Mama bin ich mit dem Riesenrad gefahren. Hui – das war ganz schön hoch. Mein Papa ist wahrscheinlich deshalb nicht mitgefahren, weil’s so hoch war.

Im September waren wir beim Sommerfest vom Donikkl-Fanclub. Der Donikkl hat ganz viele Spiele mit den Kindern gemacht und beim Schwungtuch-Spiel hab ich auch fest mitgemacht. Danach hat der Donikkl zusammen mit Minna von Starkstrom und Erich dem Koch Musik gemacht und gesungen. Auch das Fliegerlied war dabei. Das ist mein Lieblingslied, bei dem ich immer mitsinge.

Leider war’s mit dem Radlfahren dann auch zu Ende, weil’s zu kalt dazu war. Umso mehr freue ich mich auf den Frühling, wenn mein Papa und ich endlich wieder losradeln können.

Im November haben wir unseren ersten Weihnachtsmarkt in Plankstetten besucht. Da waren wir auch im Sommer schon bei einem Markt und da ist es immer so schön.

Das war ein ganz schön turbulentes Jahr – mal schön und dann wieder nicht so schön. Ich bin gespannt, wie das nächste Jahr wird und freu mich drauf und hoffe, dass Ihr auch 2020 meine Heldinnen und Helden seid.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles was Ihr selbst Euch wünscht und freue mich drauf, wenn Ihr auch 2020 meine Internetseite besucht und meine Helden seid.

Euer Nico