Unterwegs mit dem Radl

So schönes Wetter heute, da ist es doch klar, dass mein Papa und ich wieder losgeradelt sind. Über Abensberg ging’s nach Sandharlanden und dann nach Eining. Dort sind wir nicht im Biergarten eingekehrt, sondern mit der Fähre über die Donau gefahren. Das war lustig, weil die Fähre keinen Motor hat und nur mit der Strömung ans andere Ufer fährt. Drüben angekommen sind wir auf dem Damm nach Neustadt und dann Richtung Pförring gefahren, vorher aber Richtung Schwaig abgebogen. Von dort gings durch den Wald nach Ursbach, Neukirchen, Train und Siegenburg und von dort aus über Dürnhart und Biburg wieder nach Hause. Das hat mir super gefallen und beim radeln denke ich gar nicht mehr so viel an die blöden Schmerzen in meinen Beinen.

Juhu, wir waren wieder unterwegs

Heute früh hat mein Papa neue Schläuche und Reifen montiert und darum konnten wir am Nachmittag wieder losdüsen. Das war super, weil mich das von meinen eingegipsten Beinen ablenkt, weil die so nerven und schmerzen. Beim radeln denke ich aber nicht an meine Beine und es geht mir gut.

Geradelt wird trotzdem

Meine Mama und mein Papa haben meinen Radlanhänger ein bisschen umgebaut und so kann ich auch mit eingegipsten Beinen drin sitzen und mit Papa radeln.

Kurz bevor wir heute wieder zuhause waren, ist mit einem lauten „Bumm“ ein Reifen am Anhänger geplatzt. Ich fand das richtig lustig, mein Papa aber nicht. Der hat dann Mama angerufen, die hat mich und den Anhänger dann abgeholt und Papa ist die restliche Strecke allein heimgeradelt.

Danach hat er einen neuen Schlauch geholt, weil der kaputte zu alt und schon voller Risse war.

Wenn morgen schönes Wetter ist, können wir gleich nochmal radeln.

Training, Training, Training

Meine linke Hand muss immer wieder und regelmäßig trainiert werden, weil sie leider nicht so will wie sie sollte und vor allem will sie nicht so wie ich will. Meistens mag ich zuhause aber mit der linken Hand gar nicht so gerne üben und mache lieber alles mit meiner rechten Hand. Training hat meine linke Hand immer bei meinem Ergotherapeut, Herrn Ackermann. Heute aber hat mein Papa mit mir trainiert und das hat mir richtig Spaß gemacht. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Vielleicht können wir das ja jetzt öfter machen.

Mein Ergotherapeut

Am Dienstag war ich wie jede Woche mit meiner Mama bei der Ergotherapie, aber jetzt schaut mal, wie toll ich beim Schaukeln mit meinem Ergotherapeut, dem Herrn Ackermann, das Gleichgewicht halten kann und wie ich mich mit der linken Hand festhalte. Ist das nicht super?

Die erste Radltour

Mein Papa hat die Reifen an meinem Fahrrad aufgepumpt, die Kette eingefettet und die Schaltung geölt und dann haben wir die erste Radltour in diesem Jahr gemacht. Das war so schön, dass ich am liebsten immer weiter und weiter gefahren wäre und die ganze Zeit nur gegrinst hab. Nur mein Papa hat ganz schön geschnauft.

Alles neu macht der April

Eigentlich ist es der Mai, der sprichwörtlich alles neu macht – bei uns ist es jedoch sein Vorgänger, nämlich der April.

Viele von Euch haben es sicher schon längst bemerkt: Die Seite nicos-delfintherapie.de wurde in nicos-helden.de umbenannt bzw. ist umgezogen. Zwar ist sie unter der bekannten Adresse nicos-delfintherapie.de noch immer erreichbar, aber jeder Besucher wird automatisch auf nicos-helden.de umgeleitet.

Warum die Änderung und der Umzug?

Dank Eurer Hilfe und Eurer Spenden konnte Nico vier Mal zur Delfintherapie nach Curaçao fliegen. Bei diesen vier Delfintherapien hat er unglaubliche Fortschritte gemacht und kann inzwischen Dinge, die wir vorher nie für möglich gehalten hätten, wie zum Beispiel sein wesentlich verbessertes Sozialverhalten, seine Interaktion mit anderen Menschen – sowohl Kinder als auch Erwachsene. Er nimmt seine Umwelt und seine Mitmenschen seitdem wesentlich besser wahr – gleichzeitig hat sich sein Verständnis und sein Auffassungsvermögen sowie die Fähigkeit, gelerntes umzusetzen extrem verbessert. Das bedeutet, man kann sich viel besser mit ihm verständigen, als das vor der Delfintherapie der Fall war. Sein Sprachverständnis wurde viel besser und sein Wortschatz hat sich enorm vergrößert.

Vor der Delfintherapie konnte Nico mit seiner rechten Hand nur sehr wenig machen. Durch die Delfintherapie wurde Nicos Motorik – auch die der linken Hand – stark verbessert, sodass mittlerweile das iPad mit speziellen Lern-Apps sein Lieblingsspielzeug geworden ist und er insgesamt wesentlich zielgerichteter agiert und auch seine linke Hand immer öfter einsetzt.

Noch während der dritten Delfintherapie lehnte Nico es aus heiterem Himmel plötzlich ab, von uns gefüttert zu werden. In mundgerechte Stücke geschnitten „piekst“ er seitdem sein Essen mit Führung fast selbstständig mit der Gabel auf und führt sie zum Mund. Was für Kinder ohne Behinderung selbstverständlich ist, war für Nico ein sehr langer Weg, der viel Geduld erfordert hat.

Auch das selbstständige Trinken aus einem Becher oder einem Glas war ein sehr langer Weg des Lernens und Ausprobierens, der sich über mehr als zwei Jahre und zwei Delfintherapien hinzog. Bei der letzten Delfintherapie im September 2017 hat er es schließlich geschafft und trinkt seitdem selbstständig aus einem Glas, einem Becher oder einer Tasse – ja sogar aus einer Glasflasche kann er seitdem problemlos trinken.

All diese Fortschritte sind natürlich nur ein paar Beispiele. Alle Verbesserungen und Veränderungen aufzuzählen, wäre viel zu viel für diesen Beitrag. Zusammenfassend können wir aber sagen, dass die Delfintherapien – und zwar jede einzelne – für Nico und auch für uns ein voller Erfolg waren und unglaubliche Fortschritte für Nico brachten.

Nun aber heisst es „auf zu neuen Ufern“, denn es steckt so unglaublich viel Potenzial in Nico, das geweckt und gefördert werden will und muss. Das ist der Grund dafür, warum wir die Seite nicos-delfintherapie.de in nicos-helden.de umbenannt haben, da Ihr – alle Spenderinnen und Spender – Nicos Helden seid. Auch künftig braucht Nico seine Helden, da es immer wieder Therapien und Dinge gibt, die von den Kassen nicht übernommen werden, die er aber sein Leben lang braucht.

Unser aktuelles Ziel ist eine Vollzeit-Therapie in der KWA-Klinik in Bad Griesbach, die unter anderem eine Therapie nach Petö anbietet. Diese Therapie wird in Deutschland leider sehr selten angeboten. Außerdem ist sie eine reine Selbstzahler-Therapie, deren Kosten die Kasse nicht übernimmt.

Da es Nico liebt, mit dem Fahrrad zu fahren, ist unser nächstes Ziel, ein spezielles Rollstuhlfahrrad für ihn anzuschaffen, da sein derzeitiges Rollstuhlfahrrad nicht ewig halten wird und schon viele viele Kilometer gefahren ist. Leider sind solche Fahrräder, wie alle Hilfsmittel, sehr teuer und wir würden uns freuen, wenn Ihr – Nicos Helden – uns dabei helft, ihm dieses Fahrrad zu ermöglichen. Leider kann Nico nicht zusammen mit den anderen Kindern hier im Dorf durch die Gegend flitzen und ist auf ein solches Spezialfahrrad angewiesen, mit dem ihn seine Mama oder sein Papa fährt. Den Grundstock für das neue Rollstuhlfahrrad hat die Klasse M7 der Mittelschule Abensberg schon gelegt.

Das bringt uns zu unserem nächsten Problem: Das Spendenkonto bei dolphin-aid ist inzwischen gelöscht. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Verein oder einer Organisation, die die Verwaltung eines zweckgebundenen Kontos für Nico übernimmt und Spendenquittungen ausstellen darf, da wir das selbst als Privatpersonen nicht dürfen. Wer nicht unbedingt eine Spendenquittung braucht und Nico etwas Gutes tun und helfen möchte, kann das selbstverständlich gerne machen. Jede Spende ist herzlich willkommen!

IBAN: DE70 7506 9015 0002 5261 23, Kontoinhaber: Thomas Schwald

Wir bedanken uns auch im Namen von Nico ganz herzlich bei Euch – Ihr seid Nicos Helden!

„Pack’ ma’s!“ würde Nico jetzt sagen. :-)

 

Susanne und Thomas Schwald

… und wieder raus

Ganz vorsichtig haben wir heute wieder das Laufen mit dem Thomy-Walker ausprobiert. Vorsichtig wegen meinem Fuß. Alles hat super geklappt und dann habe ich Papa dazu gebracht, dass er mich immer wieder in den Aufzug gefahren hat und ich wieder rausgelaufen bin. Puuuh, das war ganz schön anstrengend, aber Spaß hat’s trotzdem gemacht.

Ein Sonntagsausflug

Weil heute so schönes Wetter war, haben meine Mama, mein Papa und ich einen Ausflug zum Markt nach Riedenburg gemacht. Als wir alles gesehen haben, sind wir nach Kelheim gefahren und zum Klösterl gewandert. Dort haben wir Brotzeit gemacht und sind dann wieder zurück zum Auto gelaufen und heimgefahren. Den letzten Schluck von Papas Radler durfte ich ganz allein austrinken. Gut war’s!

Der Osterhase war da

Hat Euch der Osterhase heute auch besucht? Bei mir war er auch und weil ich Süßes nicht so gerne mag, hat er mir ein lustiges Plüschküken gebracht, das piept, wenn man es ein bisschen drückt. Das fand ich richtig spannend.